By Sebastian Haffner

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Aber so war es nun auch wieder nicht. Hitler verstand durchaus etwas von Kriegführung, er hatte seine Fronterfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg intellektuell besser verarbeitet als irgend etwas anderes, sich auch nach dem Kriege immer noch militärisch weitergebildet; und im Vergleich mit seinen Gegnern Churchill, Roosevelt und Stalin - ebenfalls sämtlich Amateurstrategen, die ihre oberste Kommandogewalt nicht nur nominell wahrnahmen und ihre Generale oft herumkommandierten - schneidet er auf dem militärischen Gebiet nicht schlecht ab; auch nicht im Vergleich mit manchen seiner eigenen Generale.

Hitler war sicher nicht das militärische Genie, für das er sich hielt, aber er war auch nicht der hoffnungslose militärische Ignorant und Stümper, als der er in so vielen Generalsmemoiren den Sündenbock abgeben muß. An dem militärischen Überraschungserfolg des Frankreichfeldzugs von 1940 kommt ihm jedenfalls ein wesentlicher Anteil zu. Und das nicht nur deswegen, weil er den Wert des Mansteinschen Feldzugsplans erkannte und ihn gegen die Bedenken des Heereskommandierenden Brauchitsch und des Ge- 46 neralstabschefs Halder durchsetzte, sondern vor allem deswegen, weil er, und er allein, dafür sorgte, daß dieser Feldzug überhaupt gewagt wurde.

Immerhin: Es war die einzige Opposition, die ihm bis zum Schluß zu schaffen machte; die einzige, die eine, wenn auch geringe Chance hatte, ihn zu Fall zu bringen, und die wenigstens einmal auch den Versuch dazu machte. Und diese Opposition kam von rechts. Von ihr aus gesehen stand Hitler links. Das gibt zu denken. Hitler ist keineswegs so leicht als extrem rechts im politischen Spektrum einzuordnen, wie es viele Leute heute zu tun gewohnt sind. Er war natürlich kein Demokrat, aber er war ein Populist: ein Mann, der seine Macht auf Massen stützte, nicht 39 auf Eliten; in gewissem Sinne ein zu absoluter Macht gelangter Volkstribun.

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